Downfall Manchester
 
Hallo Bloggs. Die möglichen Titelchancen werden immer weniger, und es ist Ende März. Für Manchester City ist die Saison in Sachen Titelkampf schon längst gelaufen. Aber das Wie und das Abschneiden dürften nachhallen. Es scheint, als ob eine Epoche sich ihrem Ende neigt. Die Erfolgsstory mit Pep Guardiola, welche die Fussballinsel über mehrere Jahre fest in den Bann zog. Nun wird es anscheinend Zeit, ein neues Kapitel zu schreiben. Was war geschehen?
Im Sommer waren sich alle Experten noch einig, Englands neuer Meister steht schon fest: Manchester City. Zu groß die Übermacht, zu mächtig die Diminanz, zu gut der Kader. Zwar wurde der etwas hohe Altersdurchschnitt bemängelt, aber für die Liga wird es wieder reichen. Bei den vielen Spielen hat man immer Gelegenheiten, eventuelle Ausrutscher auszubügeln. Zumal sich Dauerrivale Liverpool erst noch nach dem Abgang von Kulttrainer Jürgen Klopp neu sortieren muss. In der Champions League waren die Zukunftsprognosen schon weniger optimistisch, da schätzte man das Guardiolateam nicht als Favorit ein. Es waren keine aufregende Neuigkeiten. Es war wie immer in den letzten Jahren.
Wir alle wissen es jetzt besser. Manche reiben sich verwundert die Augen, viele reiben voller Schadenfreude die Hände, einigen beschert der sportliche Untergang viele unruhige Nächte. Schlaflos in Manchester. Jetzt geht es nur noch um einen Platz in der kommenden Champions League Saison, im Moment reicht aber der fünfte Platz. Obwohl sich die Startruppe aus den Eastlands von Manchester bereits verabschiedet hat. Mit Ach und Krach noch in die Play Offs gerettet, und da gegen Real Madrid ausgeschieden. Das Wie verwundert. Unerklärliche Abwehrschwächen in den Schlußphasen vieler Begegnungen lassen die Fans und Fussballfreunde auf der ganzen Welt rätseln. Im Rückspiel wurden die "Citizens" schlichtweg gedemütigt. Man hatte zu keinem Moment einen Hauch einer Chance. Seither liegt anscheinend alles in Trümmern und der Gewinn des FA-Cups ist die allerallerletzte Chance auf "silverware".
Ok. Man war nicht untätig. Aber Manchester City versuchte mit eben ihren Mitteln entgegen zu steuern. Und das ist halt mit Geld. Zunächst verlängerte Manager Pep Guariola seinen Vertrag um weitere zwei Jahre, also bis Sommer 2027. Damit wollte man ein Zeichen setzen. Die Stimmen mehren sich, man hat eine Chance verpasst. Die Chance auf einen radikalen Umbau, auf eine Verjüngung der Mannschaft und auf einen Push mit einem neuen Gesicht und eventuell neuer Taktik. Dann folgte eine noch spektakulärere Aktion, mit Erling Haaland wurde auch verlängert, und zwar läppische zehn Jahre. Die ganze Aktion ist klar, es handelt sich um einen gigantische PR-Aktion. Schließlich hat man ja noch die Anklage der eigenen Liga am Hals, City hat insgesamt gegen angebliche 115 verschiedene Verstöße anzukämpfen. Viel Holz. Da kommt der sportliche Downfall gerade zur Unzeit. Wessen Popularität sinkt, hat weniger Freunde. Im Winter hat man dann Dinge gemacht, welche eben nur City macht, man kaufte ein. Marmoush von Eintracht Frankfurt war natürlich der "eyecatcher", aber auch Abwehrspieler Khusanvov war nicht ganz günstig. Insgesamt wurden fünf Neue verpflichtet, für insgesamt 220 Millionen. Crazy. Gebracht hat es nichts. Ich schätze, im Sommer wird es ein ständige Festeln geben, es wird Ein- und Ausstände hageln.
Und ausgerechnet in dieser unruhigen Zeit wird feste gebaut. Man erweitert das Etihad Stadium in der Kapazität und auch in der Funktion. Alles wird gigantisch. Man sieht, an der Infrastruktur soll es nicht hapern. So das Zeichen. Manchmal kommt es mir vor, als wäre der Club an der Ashton New Road wie ein Wasserkocher. Ständig kurz vor dem Siedpunkt, ständig kurz vor dem Überlaufen. Nun ist es passiert, der Kurzschluß droht. Wo ist der Elektriker?
 
Keep the faith.
RaMü.